WIE NEU statt NEU

Das Thema Müll vermeiden und Zero-Waste ist zumindest was die Internetwelt angeht zurzeit in aller Munde.  Ist aber auch ganz klar, je mehr Zeit wir in unseren eigenen 4 Wänden verbringen, desto mehr fällt uns auf mit welchen Dingen wir uns umgeben und wie viel wir tatsächlich täglich konsumieren.

Ein spannendes Thema, das auch uns im Home-Office gerade viel beschäftigt. Also haben wir uns mal vorgenommen zu überprüfen wie ein Weg zu einem nachhaltigeren Leben in der eigenen  Wohnung anfangen könnte.



K A U F V E R H A L T E N   u n d   G E L E G E N H E I T E N
Ein Punkt der uns schon seit Anfang des Jahre aufgefallen ist: wir kaufen viel weniger Kleidung ein und wenn, dann immer vor der Frage: habe ich diese Jahr überhaupt noch die Gelegenheit das zu tragen ? Häufig war die Antwort Nein. Aber es boten sich auch einfach weniger Gelegenheiten Einkaufen zu gehen. Da kam das Gefühl von „das muss ich unbedingt haben“ gar nicht erst auf. Klar sich selbst zurückhalten zu müssen oder sich etwas nicht zu erlauben ist anstrengend und macht keinen Spaß. Aber wenn wir uns den Verlockungen gar nicht erst aussetzten lebt es sich viel leichter. Dann können wir die Dinge schätzen die wir bereits haben.



W I E   N E U   s t a t t   N E U
Wie oft haben wir uns schon über das Loch in der Sohle oder den abgebrochenen Absatz geärgert um dann einfach ein neues Paar Schuhe zu kaufen. Dabei könnten wir viel länger etwas von unserem Lieblingsschuhen haben. Denn nach wie vor gibt es noch sehr viele Schuster und Reparaturwerkstätten, die fast jeden Schuh wieder zum glänzen bringen können. So könnt Ihr kleine regionale Läden unterstützen und noch dazu eine Menge Geld sparen.
Ein Umdenken kann auch unsere Kreativität herausfordern. Wie könnte ich etwas reparieren oder wer könnte es mir zeigen ? So lässt sich die Lebenszeit von vielen Dingen einfach verlängern.



M E H R W E G   s t a t t   E I N W E G
Ist dir mal aufgefallen wie viel Sachen wir eigentlich nur einmal verwenden ? Besonders das Badezimmer ist, neben der Küche, eines der Müll-intensivsten Räume unserer Wohnung. Shampooflaschen, Wattepads, Kosmetikartikel und Wattestäbchen. Da kommt einiges zusammen. Und jetzt zu Weihnachtszeit kommt noch eine Menge dazu, die uns früher gar nicht so bewusst waren… buntes Geschenkpapier, Geschenkbänder aus Kunststoff, Teelichter oder Teebeutel.

Für so vieles gibt es inzwischen lohnenswerte Alternativen, die wir in den nächsten Monaten ausgiebig testen wollen. Angefangen beim festen Shampoo und Duschbad. Das finden wir nun in fast jeder Drogerie. Da braucht es gar keine Kunststoffverpackung. Und noch ein Bonus, unterwegs im Koffer kann so auch nichts mehr auslaufen. Für Wattepads können wir uns aus einem alten Handtuch ganz einfach wiederverwendbare Pads selbst machen. Ein paar kleine Kreise ausschneiden, doppelt nehmen und den Rand mit Nadel und Faden versäumen, damit nichts fuselt.
Unsere Weihnachtsgeschenke werden ab jetzt wiederverwendbar verpackt mit Stoffbeuteln, Tüchern und Stoffresten. Mit einem kleinen Repertoire haben wir die nächsten Jahre komplett ausgesorgt. Und immer ein tolles Geschenk sind natürlich wiederverwendbare Glastrinkflaschen. Sie ersetzten im Jahre mehr als 350 Plastikflaschen. Noch besser ist, wenn sie zum regelmäßigen Trinken motivieren. Damit hältst du dich gesund und fit. Unsere neue Drinkitnow Infusion ist zudem mit 2 Siebeinsätzen ausgestattet. Damit kannst du zum einen in der Flasche auch Tee zubereiten. Außerdem kannst du dein Wasser nun auch mit frischen Früchte aufpeppen, die du durch dein Sieb nicht mit trinkst.


P L A S T I K    V E R M E I D E N
Wie lang nehmen wir uns das schon vor endlich auch mal einen Blick in den neuen Unverpackt-Laden um die Ecke zu werfen. In unserer Küche sind die schicken Vorratsgläser mit selbstgemachtem Etikett natürlich schon lange angekommen. Nur befüllen wir diese nach wie vor mit den Produkten aus Kunststoffverpackungen. Aber was, wenn eben kein hipper Unverpacktladen um die Ecke ist ? Dann tut es der Fleischer, der sein Geschäft schon seit 40 Jahren führt auch und der Gemüsehändler, der nur zwei Straßen weiter liegt. Vielleicht können wir nun nicht mehr alles nur in einer Kaufhalle bekommen, aber ein, zwei Wege mehr könnten sich durchaus lohnen.